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Optische Besonderheiten - Lauffen lokal / global
Eine Ausstellung des Fotoclub Lauffen a. N vom 4. Juli bis 29. August 2010.
Beteiligte Fotografen: Heinz Bauer, Peter Breischaft, Ulli Eggebrecht, Günter Gaida, Gerhard Glück, Rosemarie Härle, Volker Luckert, Gerhard Seethaler, Günter Walch
Wie haben sich die Beteiligten mit dem Thema auseinandergesetzt? “Touristenfotos” gibt es zuhauf und in vielen Varianten. Den Mitgliedern des FCL kam es darauf an, die Stadt Lauffen mit ihren Sehens- und Merkwürdigkeiten einmal auf eine neue Sichtweise zu präsentieren.
So erwarteten den Besucher neue An- und Einsichten in das Lauffener “Städtchen”, ein Spaziergang durch eine reale irreale neu komponierte Gasse Richtung Gasthaus “Sonne” zeigte jahrhundertalte Details in neuer Komposition und lockte den Besucher, das Gesehene in der Wirklichkeit nachzusuchen.
Auch das “Heilbronner Tor” reizte mit Tryptichen zu neuen An- und Durchsichten. Obwohl ein altes Bauwerk, geht die Zeit nicht spurlos an ihm vorüber und alte Zeichnungen und Fotografien unterscheiden sich deutlich von aktuellen Aufnahmen.
Überraschende Blickwinkel bot eine Kollage der Regiswindiskirche, an der gegenüberliegenden Wand verleitete eine geometrisch angeordnete Kollage des Lauffener Rathauses in der Motivwiederholung zur genauen Betrachtung.
Die beiden Großbilder der vielbeachteten Plastik des “Hölderlin im Kreisverkehr” boten in der Zerlegung und Neuzusammensetzung Details, die dem Passanten des Kreisverkehr in der Alltagseile verborgen bleiben.
Der indirekte Blick auf die Welt im wahrsten Sinne des Wortes erschien in den Spiegelungen, die Gewässer bei unseren Antipoden in Neuseeland zeigten. Eine Überleitung zum stilisierten Globus in der Mitte des Museumssaals, auf dem sich die Reiseeindrücke der FCL-Mitglieder der vergangenen Jahre wiederfanden, gleichsam nach dem Bild des “Travelling Photographers” auf der Außenseite der Lauffener Häusergasse.
Dass man zuweilen viel zu oft nach oben schaut, wurde deutlich, wenn man “Bodenständiges” ins Auge fasste, frei nach dem Motto “Schau nach den Sternen, hab’ acht auf die Gassen” gibt es zu unseren Füßen durchaus Betrachtenswertes.
Zuletzt konnte man auch noch die Möglichkeiten der Bildgestaltung und Bildverfremdung auf der anderen Seite der Häusergasse durchaus kritisch sehen und überdenken.
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